Investor Relations • Unternehmen und Strategie

Die SiC Processing AG verfügt über langjährige Erfahrung in der Aufbereitung von Sägesuspensionen. Durch kontinuierliche Weiterentwicklung ihrer Verfahren zur nassmechanischen Trenntechnik hat sich SiC Processing einen bedeutenden technologischen Vorsprung gegenüber ihren Mitbewerbern erarbeitet. Sie nutzt zur Aufbereitung von glykolbasierten Sägesuspensionen im Wesentlichen zwei auf der Hydrozyklontechnik basierende Verfahren, von denen eines bereits durch ein Verfahrenspatent geschützt und das andere zur Patentierung angemeldet ist. Das SiC-Verfahren gewinnt die relevanten Wertstoffe der gebrauchten Sägesuspension, verwertbares Siliziumcarbid und Glykol, zu 75 – 90 % bzw. 85 – 95 % in hoher Reinheit zurück. Das SiC-Verfahren erreicht nach Einschätzung der Gesellschaft eine von den Wettbewerbern der SiC Processing nicht erreichte Qualität der aufbereiteten Suspension, da es die Inhaltsstoffe der Sägesuspension voneinander trennt und die durch den Sägeprozess nachteilig veränderte Körngrößenverteilung des Siliziumcarbids korrigiert. Darüber hinaus kann das SiC-Verfahren störende Kleinteile vollständig aus der Suspension aussortieren. Daher kann das Verfahren beliebig oft nach erneuten Sägevorgängen wiederholt werden. Das durch ihre Mitbewerber verwendete alternative Verfahren kann nach Erfahrungen der Gesellschaft bei der derzeit gängigen einstufigen Anwendung Siliziumcarbid lediglich bis zu ca. 60 % und Glykol nur in kleinen Mengen zurückgewinnen. Darüber hinaus kann dieses Verfahren aufgrund des stetig ansteigenden Anteils von störenden Kleinteilen nur einige Male wiederholt werden, bevor die komplette Suspension ausgetauscht werden muss. SiC Processing verschafft den Kunden durch die hohen Rückgewinnungsraten der Inhaltsstoffe Siliziumcarbid und Glykol einen wesentlichen Kostenvorteil, der auf dem deutlich geringeren Bedarf der Kunden an neuem Siliziumcarbid und Glykol für neue Suspensionen beruht.

Die SiC-Gruppe hat einen breiten und internationalen Kundenstamm. Sie beliefert bereits heute mit Ausnahme eines Herstellers alle europäischen Waferhersteller mit einem Sägesuspensionsbedarf von mehr als 2.000 t pro Jahr. Sie hat ihren Kundenstamm seit ihrer Gründung in dem Jahre 1999 kontinuierlich sehr stark ausbauen können und seither nur einen einzigen Kunden verloren. Viele ihrer Kunden vertrauen bereits seit Jahren auf die Dienstleistungen der SiC-Gruppe und sind auch über langjährige Kontrakte gebunden. Im Fall ihres größten Kunden hat die SiC-Gruppe sogar eine eigene Produktionsanlage in unmittelbarer Nähe der Produktionsstätte des Kunden errichtet. Da das Verfahren der SiC auf der Rückgewinnung der Wertstoffe Siliziumcarbid und Glykol basiert und die Transportkosten nicht von zentraler Bedeutung sind, kann sie ihre Kunden aber auch von bestehenden zentralen Aufbereitungsanlagen aus beliefern, ohne eine Aufbereitungsanlage in Kundennähe zu errichten. Daher muss die SiC-Gruppe bei der Gewinnung neuer Kunden keine wesentlichen Anfangsinvestitionen tätigen sondern kann abwarten, bis die Mengen der Kunden eine Anlage in unmittelbarer Kundennähe oder in der Region verschiedener Kunden rechtfertigen. Auch das von SiC Processing angebotene und individuell auf die Kundenwünsche abgestimmte Suspensionsmanagement, also die komplette Logistik um den Aufbereitungsprozess herum (z. B. Transport, Lagerung, Einkauf von Grundstoffen und Sägesuspensionen, Rezeptur und Anmischen fertiger Sägesuspensionen), unterstützt das enge partnerschaftliche Verhältnis zu ihren Kunden.

Eine weitere Stärke der SiC-Gruppe ist ihre enge Zusammenarbeit mit kompetenten Kooperationspartnern. Durch die Zusammenarbeit mit der Meyer + Burger AG, einem weltweit tätigen Anbieter von Drahtsägen für die Waferherstellung, erhält SiC Processing exklusiven Zugang zu dem großen Kundenkreis eines der zwei weltweit führenden Sägenherstellers. Dieser Kundenkreis deckt sich weitgehend mit dem Kreis potentieller Kunden der SiC-Gruppe. Darüber hinaus besteht eine enge Kooperation mit der AKW A+V-Gruppe, durch die sich die SiC das erforderliche Know-how im Bereich des Anlagenbaus für die Errichtung ihrer Aufbereitungsanlagen langfristig gesichert hat.

Strategie
Die SiC-Gruppe beliefert bereits heute nahezu alle großen europäischen Wafer-Hersteller. Sie beabsichtigt, ihre herausgehobene Wettbewerbsposition im Bereich der Aufbereitungsdienstleistungen weltweit weiter auszubauen und insbesondere zusammen mit dem Sägehersteller Meyer + Burger AG jene Wafer-Hersteller, die derzeit noch ölbasierte Sägesuspensionen verwenden, zur Umstellung auf die kostenüberlegene, glykolbasierte Suspensionen zu bewegen und als Kunden für das SiC-Verfahren zu gewinnen. Kunden mit kleineren Mengen, die noch kein eigenes Werk in Kundennähe rechtfertigen, beliefert sie dabei zunächst aus ihren zentralen Aufbereitungsanlagen, um mittel- und langfristig Aufbereitungsanlagen in der Nähe ihrer Kunden zu errichten. Die Errichtung von Aufbereitungsanlagen in Kundennähe soll durch die Einsparung von Transportkosten den Kostenvorteil des SiC-Verfahrens nochmals erhöhen.

SiC plant darüber hinaus den Ausbau ihres Geschäftsbereichs Sägesuspensionsmanagement, der neben dem Transport, der Lagerung und dem Einkauf von Sägesuspensionen und Inhaltsstoffen auch alle anderen Dienstleistungen im Zusammenhang mit Sägesuspensionen, einschließlich der Qualitäts- und Konsistenzprüfung der Suspension und des Auftragens auf die Säge bei dem Wafer-Hersteller umfasst. Bei der Gewinnung von Kunden für Dienstleistungen aus dem Bereich Sägesuspensionsmanagement kann die SiC-Gruppe ihre guten und langfristigen Kundenbeziehungen in dem Bereich der Aufbereitungsdienstleistungen nutzen. Darüber hinaus werden diese Kundenbeziehungen durch die Übernahme weiterer Dienstleistungen durch die SiC-Gruppe weiter langfristig vertieft.