SiC Processing AG • Technologie
Zum besseren Verständnis des Geschäftsmodells der SiC bietet sich ein kurzer Blick
auf das technische Verfahren, das der Waferherstellung zu Grunde liegt, an. In dem
derzeit gängigen Verfahren der Waferherstellung wird zunächst Reinsilizium aus
Quarz gewonnen und anschließend zu Siliziumblöcken oder Siliziumstäben, so
genannten Ingots, gegossen oder gezogen. Diese Ingots werden mittels eines
mechanischen Sägeprozesses zu Siliziumscheiben, so genannte Wafer, zersägt.
Dieser mechanische Sägeprozess erfolgt nach heutigem Stand der Technik ganz
überwiegend mittels eines Stahlsägedrahtes, der mit hoher Geschwindigkeit von
einer Rolle auf eine zweite Rolle abgespult wird.
Der Ingot ist dabei auf eine Glasplatte geklebt, mit der er durch die Säge geschoben
wird. Neben dem Sägedraht wird eine Sägesuspension bestehend aus Siliziumcarbid
als Sägehilfsmittel und Glykol oder Öl als Kühl- und Trägermittel für das Siliziumcarbid
eingesetzt. Die Sägesuspension wird auf den sich abrollenden Stahlsägedraht
gegeben, wobei das Siliziumcarbid als relativ hartes Element die eigentliche Säge-
leistung erbringt und der Sägedraht lediglich das Siliziumcarbid transportiert. Die
verwendete Sägesuspension muss nach mehrmaliger Anwendung ausgewechselt
und entweder entsorgt oder aufbereitet werden. Die SiC-Gruppe führt diese Aufbe-
reitung der benutzten Sägesuspensionen in einem Verfahren zur Rückgewinnung
der Inhaltsstoffe Siliziumcarbid und Glykol durch. Das nachfolgende Schaubild zeigt
das Prinzip der Drahtsägetechnik bei der Waferherstellung.